Fotomarathon München 2012

1. Fotomarathon München 2012- geschafft, den Marathon, die Aufgaben und ich. Gleich am Anfang sei gesagt, es war eine spannende Erfahrung, eine derartige Fotoveranstaltung aus Sicht des Teilnehmers kennenzulernen. Im Vorfeld glaubte ich, als einer der Veranstalter des Fotosuche/Fotomarathon Dresden würde mir die ganze Sache leichter fallen – nee nee nee, so war es nicht. Ihr könnt mir glauben, nur weil man so viele Fotos machen und wieder löschen kann wird es nicht leichter. Am Ende kann man sich nicht entscheiden und hat arge Not, auch pünktlich an der Zwischenstation bzw. im Ziel zu sein. Doch fangen wir am Anfang an.

Startpunkt war der Hofbräukeller, dort war die Registrierung bereits ab 9:30Uhr möglich, 11Uhr sollte es losgehen. Kurz vor 11 wurden noch einmal die wichtigsten Hinweise gegeben, der Schirmherr der Veranstaltung hat noch einmal zu uns Teilnehmern gesprochen und dann wurden die ersten 6 Aufgaben an die rund 300 Teilnehmer ausgeteilt. Das ging blitzschnell und ich konnte mich gleich dem ersten Thema widmen. Unterstützt wurde ich dabei von meiner Schwester, welche primär die Navigation durch München gewährleisten sollte und auch den einen oder anderen Geheimtipp im Petto hatte. Oberthema des 1. Fotomarathon München war „Am Rande des Lichts“, das erste Thema hieß „Sonne im Herzen“ und sollte die Startnummer integriert haben.

Etwas ziellos liefen wir umher und wussten nicht so recht, wie wir bei bedecktem Himmel eine echte Sonne aufs Foto bekommen sollten. Doch je länger wir liefen, desto mehr tat sich die Wolkendecke auf und ließ immer mal wieder die Sonne durchscheinen. Gut, fehlten nur noch Herz und Nummer. Da kam mir die Idee, dass man mit den Händen ein Herz gegen die Sonne formen könnte und die Startnummer in Zahlen darunter angebracht werden könnte. Nur woher die Zahlen nehmen und wie festmachen? Ein kleines Werbeheftchen und der Kaugummi meiner Schwester taten Abhilfe. Etwas eklig und unorthodox aber im Ergebnis sehr gut. Das erste Bild gefiel uns sehr und so konnten sehr motiviert an die weiteren fünf Themen des ersten Aufgabenblocks herangehen.

Spannend war, zwischendurch immer wieder andere Teilnehmer zu sehen und das zum Teil mit den gleichen Ideen, wie wir sie hatten. Da ich den Ehrgeiz hatte, kein Thema mit jemand anderen gleich oder ähnlich zu haben, sind wir dann gleich weiter gezogen (irre, ich weiß). Und so manövrierte ich uns in eine kleine feine Zeitfalle.

Nichts desto trotz haben wir es im Schweiße unseres Angesichts pünktlich zur Bäckerei Kamps am Sendlinger Tor geschafft. Dort erhielten wir neben einem leckeren Brötchen die nächsten 6 Aufgaben und dabei nahm uns gleich das erste Thema die Luft aus den Segeln. „Lichter der Vorstadt“, wie bitte sollte man so ein Thema am helllichten Tag umsetzen. Uns kam keine Idee, wir saßen da, aßen unser Brötchen und Salat und überlegten krampfhaft. Knapp 45min ließen wir verstreichen, ehe wir uns endlich rafften und einfach mal losliefen, und das war gut so, wie sich zeigen sollte.

Denn wir liefen so umher und da fiel meiner Schwester ein Schild mit der Aufschrift „Lampen und anderer Trödelkram im Keller“ Wir stiegen also die Treppe hinunter und siehe da, dort war neben anderen coolen Krempel ein Billardtisch mit ein Haufen unterschiedlichen Leuchten und Lampen und ein paar davon waren eingeschalten – besser als nichts und Zeit hatten wir ja auch nicht im Überfluss. Insgesamt setzte sich so der zweite Teil fort. Einzig das letzte Thema, „Feuer und Flamme“ hatte bei mir gleich eine Idee hervorgerufen, nur bis dahin war es noch ein weiter Weg. Nachdem sich bisher Sonne und Wolken abgewechselt hatten, setzte am späten Nachmittag ein ordentlicher Regenguss ein. Noch zwei Themen und knapp 90min Zeit. Wir fuhren erst mal mit der U-Bahn in Richtung Uni und Campus um von dort noch ein bisschen herumzulaufen, schließlich hatte das vorher auch schon geholfen. Es dauert nicht lange, da hatte es zumindest mit Regnen aufgehört und wir probierten mit Seifenblasen und Blumen das Thema „Hoffnungsschimmer“ umzusetzen. Wäre nach dem Regen gleich die Sonne rausgekommen, hätte man sicher einiger probieren können aber so bleib es nur „grau in grau“. Egal, das Foto war im Kasten und es ging auf zum letzten Thema in eine hübsche Bar mit dem Namen „Marktlücke“. Dort arbeitet meine Schwester und es war ein Leichtes, ein Glas Campari, eine rote Rose und eine Kerze zu bekommen. Noch dazu gab es eine Flasche Haarspray und eine Flasche Deospray, sprich optimale Voraussetzungen für eine Stichflamme 🙂

Anderswo wäre es sicher nicht möglich gewesen, da konnten wir zumindest an der frischen Luft ein bisschen pyrotechnisch experimentieren und konnte dank der Hilfe einer beherzten Angestellten (danke Deniz) auch eine ordentliche Flamme erzeugen. So, jetzt aber schnell zurück zum Hofbräukeller, die unbrauchbaren Bilder aussortieren und die Ergebnisse abgeben. Fünf vor Sieben war ich im Zielbereich, pünktlich 19Uhr wurden auch die Türen geschlossen, der Zieleinlauf somit beendet. Ob es alle rechtzeitig geschafft haben bleibt ungewiss.

Während ich in einer überschaubaren Schlange wartete konnte ich mich nett mit einer anderen Teilnehmerin unterhalten und lauschte gespannt ihren Erlebnissen. Vor mir die Teilnehmerin gab sich später auch als Mitveranstalterin des Hamburger Fotomarathons zu erkennen und ein kleines Interview durfte ich noch für die SZ geben, dabei ist nicht die Sächsische Zeitung gemeint 🙂

Erleichtert machten wir uns wieder auf den Weg zur „Marktlücke“ und stießen dort mit dem Getränk des letzten Themas an – Campari. Bei einem leckeren Essen erzählten wir interessierten Gästen und Mitarbeitern vom Tag und ernteten Lob für unsere Ergebnisse 🙂

Abschließend sei gesagt, es war ein wunderbarer Event, welcher nur durch die hervorragende Organisation des Teams rund um den Fotomarathon München möglich war. Alle Fragen waren geklärt, die Organisatoren immer ansprechbar, wir haben Kartenmaterial bekommen, auch Pflaster für evtl. kleinere Verletzungen, zum Abschluss gab es dann noch eine Fotozeitschrift und eine Flasche Campari – cool. An der Stelle bedanke ich mich herzlich für die tolle Organisation und verspreche, sicherlich nicht das letzte Mal dabei gewesen zu sein 🙂

Und hier sind nun unsere Ergebnisse.

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