Sonnenaufgang am Schloss Moritzburg
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Es gibt viele schöne Ziele in Sachsen, die man ohne großen Aufwand besuchen kann, auch in den derzeit schwierigen Zeiten von Corona. Das Jagdschloss Moritzburg im gleichnamigen Ort gehört auf jeden Fall zu einem dieser Ziele. Auch für meine Familie und mich war es ein turbulentes Jahr und für Fotografie nicht so viel Zeit. Um so mehr genieße ich die Zeiten, in welchen ich mit meiner Kamera losziehen kann. Wie auch zu diesem Tag zum Sonnenaufgang am Schloss Moritzburg.

So am 11. Oktober 2020, als der Wecker kurz nach 5 Uhr für mich die Nacht für beendet erklärte. Auf Zehenspitzen schlich ich aus dem Schlafzimmer, lies mein warmes Bett und das kleine Teufelchen zurück, welches immer wieder an mich appellierte: “Geh zurück ins Bett! Steh noch nicht auf, es ist doch so kalt draußen. Fahr nicht, es wird kein schöner Morgen.” 

Aber ich hatte es mir fest vorgenommen und wenig später saß ich schon im Auto und fuhr in Richtung Moritzburg. Laut meinen Planungen sollte die Sonne direkt hinter dem Schloss aufgehen und das Wetter schien auch mitzuspielen. Auf den Straßen war neben wenigen Autos und ein paar Wildtieren nicht viel los und nach 25min erreichte ich den kleinen Parkplatz direkt am Schlossteich. 

Wer Moritzburg nicht kennt, es ist eine kleine Gemeinde nahe Dresden mit rund 8500 Einwohnern. Bekannt ist der Ort vor allem durch sein gleichnamiges Jagdschloss. Bekanntheit hat das Schloss auch durch das Märchen “3 Haselnüsse für Aschenbrödel” erlangt, welches jetzt auch Jahr für Jahr in der Weihnachtszeit über die Bildschirme flimmert.

Ich war schon unzählige Male in Moritzburg und brauchte nur kurz Zeit, um mir einen geeigneten Standort zu suchen. Am Ufer gab es dankenswerter Weise auch ein paar Wurzeln und Steine, die sich wunderbar in den Bildaufbau einplanen ließen.

Von der Nacht zur Blauen Stunde

Und es war so toll! Die Kälte störte mich überhaupt nicht, denn es dauerte nicht lange, da begann die Blaue Stunde. Ein paar Sterne waren noch zu sehen und das Schloss ragte majestätisch und sehenswert beleuchtet aus der Mitte des Schlossteiches empor. Nichts fehlte für ein schönes Foto und so konnte ich munter drauflos knipsen.

Es folgt der Sonnenaufgang am Schloss Moritzburg

Und wer schon mal früh morgens fotografieren war, weiß, dass es dann ziemlich schnell geht. Blaue Stunde, Dämmerung und dann geht auch schon die Sonne auf. Ich lief etwas hin und her und probierte verschiedene Positionen aus. Dabei musste ich inzwischen schon bei 6 anderen Fotografen acht geben, dass ich nicht über deren Stative stolperte.

Es tat gut zu wissen, dass man nicht als Einziger so verrückt ist und am Wochenende morgens um 5 Uhr aufsteht. Selbst aus Leipzig war ein Fotograf zugegen, der den Sonnenaufgang am Schloss Moritzburg fotografisch festhalten wollte.

Besonders schön fand ich, dass ein Schwanenpaar immer wieder das Bild kreuzte und so ein dankbares Motiv abgaben. Auch ein knorpeliger Ast bot eine sehenswerte Auflockerung des Bildes, welches die Spiegelung vom Schloss Moritzburg zeigte. 

Und auch so genoß ich die gesamte Szenerie, mal durch das Objektiv, mal mit dem bloßen Auge. Zu schön war das Sonnenlicht, was sich über das Land verteilte, zu sehenswert das Schloss, welches sich fotogen mit Spiegelung im Schlossteich darstellte.

Auf dem Rückweg stoppte ich noch auf dem großen Zentralparkplatz und lief zur Allee, welche direkt zum Schloss hinführte und konnte ein Foto vom Schloss Moritzburg machen – ohne einen einzigen Menschen. Wann hat man tagsüber und dann sogar an einem Wochenende schon mal die Gelegenheit für so ein Foto?! Als ich weiter nach Dresden fuhr, konnte ich auf einem abgelegenen Acker ein paar Rehe fotografieren und auf diesem Weg auch meine neue Technik testen.

Zurückblickend war es ein durch und durch schöner Morgen mit einem tollen Sonnenaufgang am Schloss Moritzburg.

Ich freue mich schon auf den nächsten Fototrip, vielleicht dann auf einen der Tafelberge in der Sächsischen Schweiz oder nach Kromlau zur Rakotzbrücke oder zur Babisnauer Pappel – ich bin gespannt.

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