Sonnenaufgang auf dem Pfaffenstein

Zwei liebe Kinder, eine verständnisvolle Frau und ein Vollzeitjob – die Zeit zum Fotografieren ist zwar weniger und somit kostbarer geworden, allerdings nutzt man die Zeit des Fotografierens intensiver und hat einen höheren Anspruch an seine Bilder. So geht es zumindest mir und das auch an jenem Tag, als ich mich mit meinem Freund Torsten früh morgens auf den Pfaffenstein  hochgequält habe.

Pfaffenstein im Nebel

Der Pfaffenstein ist mit 435m zwar nicht der höchste Tafelberg im Elbsandsteingebirge, sehr wohl aber ein recht markanter mit einer wundervollen Aussicht. Und diese wollten wir uns am 3.11.2017 zu nutze machen, und zwar zum Sonnenaufgang. Ich habe das große Glück in Dresden zu wohnen, gerade mal 45min von der Sächsischen Schweiz entfernt. Man kann also vergleichsweise spontan einen Abstecher in den Nationalpark machen. Nachdem wir unser Vorhaben aufgrund schlechter Wetterverhältnisse bereits zwei mal verschoben haben, war es an jenem Morgen endlich soweit. 4 Uhr hat der Wecker geklingelt. Verrückt! Beklage ich mich doch immer wieder über zu wenig Schlaf und dann steh ich freiwillig so früh auf. Doch ich will mal etwas vorweg greifen, es hat sich gelohnt.Pfaffenstein Nebel und Sonnenaufgang

Als wir am Fuße des Berges unser Auto abstellten, pfiff uns schon ein eisiger Wind um die Ohren. Beim Aufstieg war das erstmal vergessen, denn wir konnten einen beeindruckend großen Mond beim Untergehen beobachten. Nebelschwaden wabberten über die Felder und irgendwo machte ein Käuzchen auf sich aufmerksam. Oben angekommen, suchten wir uns ein schönes Plätzen für das Fotografieren des Sonnenaufgangs, sofern es denn einen geben sollte. Denn die anfänglichen Nebelschwaden wurden immer mehr und der Wind drückte alles zu einer dicken und undurchdringlichen Nebelsuppe zusammen. Und nicht nur das, auch uns bescherte der Wind knallrote Ohren und eisig taube Finger. Doch was soll’s, wer weiß, wann wir das nächste Mal hier hoch kommen, so haben wir die Zähne zusammen gebissen und das Beste draus gemacht.

Pfaffenstein Tal im Nebel

Pfaffenstein mit Sonnenaufgang

Und auf einmal war die Zeit ran, immer mehr Licht erhellte den Horizont und schließlich ließ sich die Sonne durch den Nebelschleier blicken. Der Wind hatte zwischenzeitlich den Nebel weitergetragen und noch eine fotogene Menge im Elbtal hinterlassen – sehr schön für uns. Wir machten einige Fotos, so vom Berg Gohrisch, welcher direkt gegenüber dem Pfaffenstein liegt. Dann liefen wir zur anderen Seite des Plateaus zur Felsnadel Barbarine. Und da fing zumindest für mich der Spaß an der Landschaftsfotografie erst so richtig an. Die Sonne tauchte die Wälder in ein fantastisches Licht und spielte förmlich mit den noch vorhandenen Nebelschwaden. Auch der Himmel bildete eine schöne Einheit zum übrigen Bild und machte das Motiv Elbsandsteingebirge im Allgemeinen und die Barbarine im Speziellen noch vollkommen. 

Pfaffenstein und Barbarine

Sonnenstrahlen im Elbsandsteingebirge

Etwas von der Sonne erwärmt machen wir uns wieder auf den Rückweg und fuhren müde und glücklich zugleich gen Dresden. Wir freuten uns über diesen fotografischen Morgen, der nicht nur wegen der schönen Landschaft so kostbar war, sondern auch der Zeit wegen, die wir für unsere Leidenschaft, der Fotografie, freimachen konnten.

Natürlicher Rundbogen mit der Barbarine

Die nächste Fototour kommt bestimmt, nur Ort und Zeit ist unklar, sicher aber ist, wir freuen uns drauf :-)