mit der LaSardina beim SemperOpernball 2015

Sarah von Neuburg

Seit nunmehr 10 Jahren findet in Dresden wieder ein Opernball statt. Der letzte Ball wurde im Jahre 1939 veranstaltet, danach war die Semperoper lange Zeit geschlossen. Erst mit der Wiedereröffnung 1985 gab es vereinzelte Versuche, die Tradition der Opernbälle wieder in Dresden zu etablieren, leider nur mit mäßigem Erfolg. Erst zur 800 Jahr-Feier 2006 konnte ein Ball der Extraklasse auf die Beine gestellt werden – der SemperOpernball war geboren.

Helma OroszUnd von Anfang an konnten Stars und Sternchen für den Ball begeistert und nach Dresden eingeladen werden. Und ganz gleich ob als Preisträger, Laudatoren oder eben „nur“ als Gäste, fast alle nehmen den roten Teppich um in die Semperoper einzutreten. Grund genug für viele Dresdner, sich an eben diesem Teppich zu platzieren und zu hoffen, den ein oder anderen Prominenten vor die Linse zu bekommen. Bereits 2012 war ich einer von diesen Bürgern und konnte auf Tuchfühlung mit einigen bekannten Persönlichkeiten gehen, und in diesem Jahr habe ich die Aktion wiederholt.

Wer einen Platz in der 1. Reihe haben möchte, der muss sich früh auf dem Theaterplatz einfinden. Ich war bereits 15.15 Uhr vor Ort und nicht der Erste. Doch ein Platz war noch frei und das sogar in einer sehr guten Position. Und es dauerte gar nicht lange, da kamen immer mehr Schaulustige und versuchten noch einen guten Platz zu erhalten. Also ganz gegen meine Natur schaute ich grimmig und unkooperativ 🙂 Und dann hieß es warten, warten, warten…

Die feierliche Eröffnung war für 19.00 Uhr anberaumt und bis dahin hieß es Zeit totschlagen, nicht auf Toilette müssen, nicht zu erfrieren und den Platz verteidigen. Doch wie konnte ich sicher sein, dass sich mir die Prominenz auch zuwenden würde? Richtig sicher natürlich nicht, aber mit einer knallorangen Kamera ist man schon mal ein Hingucker. Im Vorfeld hatte ich mir schon Gedanken dazu gemacht und mich für ein rein analoges Shooting mit einer LaSardina von Lomography entschieden. Doch dann kann mir meine mangelnde Erfahrung in den Weg. Dazu später mehr, denn nun ging es nach einer gefühlten Ewigkeit endlich los.

Jürgen und Ramona DrewsMit der sogenannten Schlüsselzeremonie eröffneten Bernd Aust und Hans-Joachim Frey feierlich den 10. SemperOpernball 2015. Und dem folgten Ströme an Gästen, welche in einer bunten Kleidernauswahl über den Teppich gen Eingang eilten. Und gegen 20.00 Uhr kamen dann erste bekannte Gesichter und tatsächlich, wer die Kamera erblickte, blieb kurz mit seinem Blick daran haften oder kam sogar näher. So zum Beispiel Stephanie Stumph, sie drehte bei und kam in meine Richtung und fragte, was für eine lustige Kamera ich habe. Auch Macky Sall, der Präsident des Senegal blieb stehen und posierte für die LaSardina. Ja, ausgerechnet auch Jürgen Drews mit seiner Ramona kam in meine Richtung und lies sich fotografieren und blieb. Er wollte unbedingt von uns wissen, was wir von seiner Ramona halten?! LaSardinaUnd irgendein Vollpfosten in der zwei Reihe ging auch noch auf das Gespräch ein. Mist! Bleibt Jürgen Drews hier stehen, kommt niemand anderes. Aber dann rief die „echte“ Presse und er schritt weiter. In dieser Zeit nutzte ich die Chance und wechselte den Film in der Kamera. Dort passierte mir mein erster Fauxpas: Mir ging der Filmdeckel auf als der Film noch nicht ganz zurückgedreht war! Mist! Mist“ Mist! Zähneknirschend kurbelte ich bis zu Ende und legte danach nen neuen Film ein.

Weitere Prominenz folgte uns lies sich gerne von mir fotografieren. Ich war glücklich, dass mein Plan so gut aufging. 21.00 Uhr war der ganze Spuk dann vorbei, Tom Roeder lässt es lichtgewaltig krachen und dann fängt das Programm in der Semperoper an und ich konnte endlich nach Hause.

Gleich am kommenden Montag brachte ich den Film zu dm und Mittwoch konnte ich die Ergebnisse schon abholen. Das ist schon ein tolles Gefühl, diese Vorfreude auf die Ergebnisse. Doch beim Betrachten der Fotos wurde mir erstmals bewusst, dass ich mich sowohl beim Film als auch bei der Blitzstärke total vertan hatte. Ein Film ISO 200 und die unterste Blitzstärke ist eben viel zu wenig. Ich hatte zwar am roten Teppich gedacht, dass ausreichend Licht vorhanden sei, aber ich irrte gewaltig. Das zuvor verspürte Glück wich Ärgernis über meine Stümperhaftigkeit (falls es das Wort überhaupt gibt).

Zu Hause schaute ich mir dann alle Bilder an und musste zu allem Übel noch feststellen, dass nicht alle Bilder entwickelt wurden und einige dazu noch falsch geschnitten waren. Ich machte mich also dran, die Negative zu digitalisieren und sollte noch das ein oder andere Bild retten können. Allerdings sind die Bilder insgesamt unterbelichtet und dadurch ist das „natürliche“ Korn auf den Fotos auch nicht richtig schön anzusehen. Dennoch möchte ich euch die Ergebnisse nicht vorenthalten und euch vor ähnlichen Fehlern bewahren.

Fazit: Mit einer auffälligen Kamera hebt man sich von der Masse ab und kann den ein oder anderen Promi vor die Linse bekommen. Aber man sollte sich vorher mit seiner Kamera unter schlechten Lichtbedingungen vertraut machen und ein paar Probeaufnahmen machen. Wenn man dann noch den Film bis zum Ende zurückspult ohne vorher den Deckel zu öffnen, dann steht einem erfolgreichen Paparazzo-Abend nix im Weg. Hier geht es jetzt zur Galerie.

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